Kreisverband Konstanz / Singen

Veranstaltungen des Kreisverbandes Singen in 2020

Veranstaltung am 18.01.2020

 


Treffen 2019 der HOG Groß-Jetscha, „Scheen war’s“

Das diesjährige Treffen der HOG Groß-Jetscha fand am 21.09.2019 wie gewohnt in der „Oberwaldhalle“ in Rastatt-Rauental statt und stand ganz im Zeichen einer traditionellen Kirchweih, so wie diese immer in Groß-Jetscha gefeiert wurde.

Bereits kurz nach Saalöffnung sind die ersten Gäste eingetroffen, die Halle füllte sich allmählich und das Fest war zur offiziellen Eröffnung des Treffens bereits gut besucht.

Mit den ersten Gästen trafen auch die ersten Kuchenspenden ein. Es war eine wahre Freude, diese richtigen Meisterwerke zu sehen. Jeder konnte feststellen, dass die filigrane Verzierung jeder einzelnen Torte, die Phantasie, Liebe und Mühe, mit welcher jede einzelne Torte gemacht war, ein neuer Beweis der Groß-Jetschaer Backkunst ist! Das Kuchenbuffet vom letzten Treffen konnte erneut gesteigert werden. Es war das größte und weitaus beste Kuchenbuffet welches ich je bei einem Treffen gesehen habe. Der Erlös von diesen Kuchenspenden hilft unserer HOG und auch allen Landsleuten, denn damit wird die Instandhaltung des Groß-Jetschaer Neuen Friedhofes unterstützt.

Aber nun zurück zum Ablauf des Treffens.

Nach der feierlichen Eröffnung durch den Vorsitzenden der HOG Groß-Jetscha, Norbert Neidenbach, wurden die Ehrengäste begrüßt. Dies waren Werner Griebel, Vorsitzender der HOG Lenauheim mit Gattin.

Anschließend hat der Vorsitzende des Vorstandes der HOG den Rechenschaftsbericht des Vorstandes vorgestellt. Josef Köllmel hat erneut auf die Auswirkungen der Datenschutz Grundverordnung hingewiesen und die Handhabung der Veröffentlichung der Familiennachrichten in der „Banater Post“ erläutert.

Nach einer Kurzvorstellung des Programmes des Treffens und einigen organisatorischen Hinweisen wurde auch auf die Notwendigkeit der Verjüngung des Vorstandes durch das Hinzuziehen von jüngeren, engagierten Mitgliedern, die einen Teil ihrer Freizeit ehrenamtlich für unsere Gemeinschaft aufwenden hingewiesen.

Ich freue mich sehr, dass:

Ulrike Rössner geb. 1977die Tochter von Elisabeth und Helmut Reiter)

Heidelinde Redl, geb. 1982 (die Tochter von Hilde und Horst Redl)

Gudrun Neidenbach, geb. 1984 (die Tochter von Karin und Norbert Neidenbach)

zur Mitarbeit im Vorstand der HOG Groß-Jetscha gewonnen werden konnten. Ich bedanke mich hiermit bei ihnen und bin überzeugt, dass sie mit ihren Ideen, Anregungen und natürlich durch die übernommenen Aufgaben eine Bereicherung für unseren Vorstand sein werden.

Der Vorstand setzt sich somit aktuell wie folgt zusammen: Vorsitzender: Norbert Neidenbach, Stellvertretender Vorsitzender: Josef Köllmel, Kassenwart: Angela Jahnke, Schriftführer: Werner Giehl, Kulturreferentinnen: Hilde Redl und Elwine Muth, Beisitzer: Ewald Muth (doch noch dabei?), Horst Giehl, Hans Götter, Helmut Reiter Ulrike Rössner, Heidelinde Redl, Gudrun Neidenbach.

Helga Ebner und Horst Redl sind als Kassenprüferin bzw. Kassenprüfer bestätigt, jedoch nicht Mitglieder des Vorstandes.

Der kulturelle Höhepunkt des Treffens war das Kirchweihfest nach Groß-Jetschaer Art. Hilde und Horst Redl, mit Unterstützung von Helmut Reiter konnten über 30 Trachtenpaare in Groß-Jetschaer Kirchweihtracht mobilisieren. Die Trachtengruppe aus Singen hatte Unterstützung aus Karlsruhe, Freiburg, Frankenthal und Rastatt. Und fast alle Kirchweihpaare waren Groß-Jetschaer oder hatten Groß-Jetschaer Wurzeln. Der Einzug dieser langen Reihe der Trachtenpaare, unter ihnen auch einige Kinderpaare, die voller Begeisterung mitmarschiert sind, mit den schönen Trachten, den geschmückten Hüten, war wieder einmal eine Augenweide. Es wurden Erinnerungen an die Kirchweihfeste in der Heimat wach, viele der Gäste waren mit ihren Gedanken in der Heimat.

Das Erste Geldherrenpaar Maximilian Rössner mit seinem Kirchweihmädel Julia Haasz (die Gewinner des Kirchweihstraußes in 2017) und Zweite Geldherrenpaar, Helmut und Elisabeth Reiter, haben den langen Zug eröffnet. Die Gäste im Saal haben die Trachtenpaare mit Applaus empfangen. Traditionsgemäß hat der Erste Geldherr alle Gäste zu der Kirchweih eingeladen und danach die Strauß-Versteigerung an den Zweiten Geldherrn, Helmut Reiter, übergeben. Auch er hat nochmals auf die Notwendigkeit der Verjüngung des Vorstandes hingewiesen, wobei die Familie Helmut Reiter mit einem sehr guten Beispiel vorangeht: aus dieser Familie waren drei (!) Generationen aktiv bei der Vorbereitung und der Durchführung des Treffens beteiligt!

Die Versteigerung wurde immer wieder mit einem „zum trink mer mol“ oder einem „zum spiel mer mol“ unterbrochen. Nach Tradition aus der alten Heimat, standen die Geldherren auf einem richtigen Banater Weinfass – noch in letzter Minute „nutzbereit“ gemacht. Dabei hat Nikolaus Marinescu mitgeholfen und seinen Job als „Kirchweihvater“ sehr gut erfüllt.

Zu guter Letzt hat Franz Liess den Strauß für sein Kirchweihmädel Hedi (seine Gattin) ersteigert, die Freude und Überraschung darüber konnte sie kaum verbergen.

Einen ganz besonderen Beitrag zum Gelingen des Festes hat natürlich die uns bekannte und von uns geliebte Blasmusik, gespielt von den Notenvagabunden, gebracht und die Feier damit abgerundet.

Die zwar in verkürzter Form, aber mit allen traditionellen Elementen dargebotene Kirchweih wurde mit dem Ausmarsch der Trachtenpaare abgeschlossen – erneut unter dem anhaltenden Beifall aller Anwesenden.

Die Tanzleiterin, die Geldherren und natürlich alle aktiven Teilnehmer haben uns allen erneut ein Stück Banat vermittelt, ein Banat aus einer leider vergangenen Zeit. Ein Teil unserer kulturellen Identität, die unsere Ahnen vor 250 Jahren in das Banat gebracht hatten, die sie gepflegt, weiterentwickelt und nun sogar wieder in das Land unserer Vorfahren mitgebracht haben.

Das ist der eigentliche Sinn der Heimatortsgemeinschaften – diese Kultur weiter zu führen.

Diese Treffen bieten unseren Landsleuten die Möglichkeit, Freunde, Bekannte, Verwandte zu treffen, bedingt durch Aussiedlung verloren gegangene Kontakte wieder herzustellen und zu pflegen, unseren Dialekt zu bewahren. Aber mindestens genauso wichtig sind das Zeigen unserer Traditionen, die Pflege unserer Trachten, unserer Tänze, unserer Kultur und dadurch die Weitergabe an die Jugend, welche diese kulturellen Veranstaltungen nicht mehr im Banat erleben durfte. Nur so können wir unsere Jugend zur Erhaltung unserer Sitten und Bräuche animieren – was zwar nicht immer selbstverständlich ist, jedoch in vielen Fällen durchaus erfolgreich praktiziert wird. So waren zum Beispiel die Familien von Helmut Reiter, Familie Redl und Familie Muth in drei Generationen aktiv an dem Kulturprogramm beteiligt.

Nochmals vielen Dank an alle Beteiligten vom Vorstand der HOG, aber sicher auch von allen unseren teilnehmenden Landsleuten,.

Wie bereits zur Tradition geworden, wurde der zweite Teil des Treffens musikalisch von den „Palomas“ (Richard Zacharias, Siegfried Potche und Astrid Marsel) begleitet. Die „Palomas“ sind bekannt für die bei ihren Auftritten überragende Stimmung, welche sie immer wieder freisetzen und das Publikum mitreißen können.

Gerne möchte ich noch die „Kinder-Schminkwerkstatt“, vorgeschlagen und organisiert von Ulrike Rössner erwähnen. Die anwesenden Kinder wurden von Ulrike geschminkt, konnten auch selbst kreativ sein und waren mit größtem Eifer bei der Sache.

Vielen Dank dafür – es war eine sehr gute Idee, die Kleinen waren begeistert!

Die Bewirtung durch den Partyservice des Restaurants „La Vio“ in gewohnter Qualität und Herzlichkeit dürfen wir keinesfalls übergehen. Die gebotenen Speisen und Getränke, alles „wie derhem“, haben natürlich einen wichtigen Beitrag zu dem Gelingen geleistet.

Am Ende des Treffens wurde sogar noch der Strauß „nachhause gespielt“ (nach Initiative vom „harten Kern“ der Besucher, bestehend aus der Freundesgruppe der Anfang der 1950-er Jahren Geborenen).

Es war ein besonders gelungenes Treffen – diese Aussage habe ich von vielen Teilnehmern gehört – sogar Gäste, welche zwar nicht aus Groß-Jetscha stammen, aber eine große „Erfahrung“ in solchen Veranstaltungen haben, haben mir dies versichert.

Das Fazit des Treffens war „Scheen war’s“

Auf unserer homepage

www.jetscha.de

wurden ca. 200 Fotos von unserem HOG-Treffen 2019 veröffentlicht.

Natürlich freuen sich die Organisatoren über solche Aussagen – ein solches Treffen kann aber nicht von einem Einzelnen organisiert werden. Es war – wie bereits auch die vorangegangenen Treffen – eine Team-Leistung und dafür möchte ich mich bei allen aktiven Teilnehmern, bei allen Helfern und allen Vorstandsmitglieder nochmals ganz herzlich bedanken.

Norbert Neidenbach

 


Auftritt der Tanzgruppe des Kreisverbandes Konstanz / Singen beim Trachtenfestival auf der Insel Mainau


Auftritt der Tanzgruppe des Kreisverbandes Konstanz / Singen bei der Kirchweih nach Bakowaer Art in Reutlingen:


Die Tanzgruppe vom Kreisverband Konstanz/Singen tritt auf verschiedenen Veranstaltungen auf und ist bei verschiedenen Festen dabei. Wöchentlich finden Tanzproben statt. Tanzintressierte sind Willkommen. Fragen Sie nach mehr Information oder schauen Sie nach auf der Website unter:

http://banater-singen.blogspot.de/